Beim Kauf einer Taschenlampe stößt du schnell auf Begriffe wie Lumen, Lux und Candela. Alle drei Werte haben mit der Lichtleistung zu tun, beschreiben aber unterschiedliche Eigenschaften.
Wer verstehen möchte, warum eine Taschenlampe besonders hell wirkt oder weshalb eine Lampe mit weniger Lumen trotzdem weiter leuchten kann, sollte diese drei Begriffe kennen.
Lumen – wie viel Licht erzeugt die Taschenlampe?
Lumen (lm) beschreibt den gesamten sichtbaren Lichtstrom einer Lichtquelle.
Vereinfacht gesagt: Je höher der Lumen-Wert, desto mehr sichtbares Licht gibt eine Taschenlampe insgesamt ab.
Dabei bedeutet eine hohe Lumen-Zahl jedoch nicht automatisch, dass die Lampe besonders weit leuchtet. Entscheidend ist auch, wie das erzeugte Licht verteilt wird.
Eine Taschenlampe kann beispielsweise sehr viel Licht erzeugen und dieses breit in der Umgebung verteilen. Eine andere Lampe kann einen Teil ihres Lichtstroms stärker bündeln und dadurch einen weitreichenden Lichtstrahl erzeugen.
Candela – wie stark wird das Licht gebündelt?
Candela (cd) beschreibt die Lichtstärke in einer bestimmten Richtung.
Dieser Wert ist besonders interessant, wenn es um die Reichweite einer Taschenlampe geht. Ein hoher Candela-Wert bedeutet, dass das Licht stärker in eine bestimmte Richtung konzentriert wird.
Das macht sich vor allem bei einem fokussierten Spotlight bemerkbar.
Ein stark gebündelter Lichtstrahl kann dadurch einen entfernten Bereich gezielt ausleuchten, während ein breiter Lichtkegel das Licht auf eine größere Fläche verteilt.
Lux – wie viel Licht kommt tatsächlich an?
Lux (lx) beschreibt, wie viel Licht auf einer bestimmten Fläche ankommt.
Ein Lux entspricht einem Lumen pro Quadratmeter.
Damit beschreibt Lux nicht einfach die Leistung der Taschenlampe, sondern die Beleuchtungsstärke an einem bestimmten Ort.
Das ist beispielsweise interessant, wenn du wissen möchtest, wie hell ein bestimmter Bereich tatsächlich ausgeleuchtet wird.
Warum mehr Lumen nicht automatisch mehr Reichweite bedeutet
Das ist einer der häufigsten Irrtümer beim Vergleich von Taschenlampen.
Stell dir zwei Lampen vor:
Taschenlampe A erzeugt sehr viel Licht, verteilt dieses aber breit. Sie eignet sich dadurch hervorragend, um einen größeren Bereich in der Nähe auszuleuchten.
Taschenlampe B erzeugt möglicherweise weniger Gesamtlicht, bündelt dieses aber deutlich stärker. Dadurch kann sie einen kleineren Bereich wesentlich weiter entfernt ausleuchten.
Die reine Lumen-Zahl erzählt also nur einen Teil der Geschichte.
Für die tatsächliche Reichweite spielen unter anderem Candela, Optik, Reflektor und Lichtverteilung eine wichtige Rolle.
Welche Angabe ist beim Kauf am wichtigsten?
Das hängt davon ab, wofür du deine Taschenlampe einsetzen möchtest.
Wenn du eine große Fläche ausleuchten möchtest, ist ein hoher Lichtstrom in Kombination mit einer guten, breiten Lichtverteilung interessant.
Wenn du große Entfernungen überbrücken möchtest, solltest du besonders auf die Lichtstärke und einen fokussierten Lichtstrahl achten.
Für den Alltag oder Camping ist dagegen eine ausgewogene Kombination aus Helligkeit, Lichtbild, Reichweite und Akkulaufzeit oft sinnvoller als eine möglichst hohe Lumen-Zahl.
Die drei Werte kurz zusammengefasst
| Wert | Was beschreibt er? |
|---|---|
| Lumen (lm) | Wie viel sichtbares Licht insgesamt erzeugt wird |
| Candela (cd) | Wie stark das Licht in eine bestimmte Richtung konzentriert ist |
| Lux (lx) | Wie viel Licht auf einer bestimmten Fläche ankommt |
Eine gute Taschenlampe zeichnet sich nicht allein durch eine möglichst hohe Lumen-Zahl aus. Erst das Zusammenspiel aus Lumen, Candela, Optik, Lichtbild und Akkuleistung bestimmt, wie sich eine Lampe in der Praxis verhält.